Sonntag, 17. Juni 2007

Was hat das Jobcenter überhaupt damit zu tun?

Eine gute Frage. Nachdem ich von 2004 bis 2006 beim Arbeitslosenverband als angestellter Berater gearbeitet hatte, flossen dort keine Projektmittel mehr, mit denen der Verband mich hätte bezahlen können oder wollen. Als ich bei meinem Jobcenter in Lichtenberg fragte, ob es vielleicht ein ähnliches Arbeitsumfeld für mich geben könnte, war ich eher überrascht, dass meine Vermittlerin mir zur Selbständigkeit als Hartz-IV-Berater riet. Interessant, meinte ich, aber doch wohl nicht wirklich lukrativ. Aus meiner Beratungserfahrung hatte ich wohl schon gehört, dass die Jobcenter Selbständigkeiten in Frage stellten und Selbständige zur Aufgabe "nicht lohnender" Geschäfte drängten.
Ich sollte also in Ermangelung anderer Perspektiven ein Beratungsunternehmen gründen, das auf kostenlosen Dienstleistungen aufbaut. Und auch eine Förderung mit Einstiegsgeld wurde mir in Aussicht gestellt. Also dachte ich mir: Frisch ans Werk, die Idee vom Hartzer Roller, der knatternd durch die Stadt zieht und vor Ort berät, hatte ich ja schon mal während meines Angestelltenlebens beim Arbeitslosenverband leise ausgesprochen und dafür amüsiertes Lächeln geerntet. Das musste doch auch anders gehen!