Mittwoch, 5. Dezember 2007

Wie funktioniert das mit dem Geld?

Meine bisherigen Versuche, die regelmäßigen Beratungstermine des Hartzer Rollers von tollen Firmen sponsorn zu lassen, sind ja bekanntermaßen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Freilich ist mir der Unterschied zwischen Spende und Sponsoring bewusst gewesen, aber dass ich dermaßen zwischen den Stühlen sitze, auf denen das Geld thront, hätte ich mir auch schöner nicht ausmalen können.
Auf Geheiß des Jobcenters meines Vertrauens werde ich ja nicht müde zu betonen, dass der Roller ein Unternehmen ist und ich mithin ein Unternehmer bin. Wäre ich ein Verein, könnte ich wahrscheinlich mit Spenden rechnen. Als einnahmeschwacher Unternehmer werfe ich aus Sicht anderer Unternehmer eher Fragen nach dem Sponsoring auf. Beim Sponsoring ist aber eben klar, dass die gebende Seite immer auch ganz klar nehmende Seite sein will. Und der gute Ruf des engagierten Großzügigen scheint da nicht zu reichen. Unter Gegenleistung verstehen in diesem Metier eben die Geldgebenden offenbar eine echt geldwerte Gegenleistung.
Dass ich, um ein besonders plastisches Beispiel zu nennen, aber nicht meine eigentliche, also die unabhängige und sich an den Zielen und Bedürfnissen der BeratungskundInnen orientierende Arbeit aufgeben kann, um für eine potenziell geldgebende Wohnungsbaugesellschaft (für dann wieder eher wenig Geld und ein verlockend gut ausgestattetes Büro in der Konzernzweigstelle) die "schwierigen" Mieter zu betreuen und ihnen die Jobcentergänge abzunehmen, damit die dann pünktlich ihre Miete zahlen - dass sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Dennoch sind die bisherigen Angebote eher von vergleichbar zweifelhafter Natur.
Also mühe
ich mich und suche für die festen Termine zwar weiter nach Finanzen, erweitere meine Suche nach dem Mammon aber vor allem auf die Finanzierung von konkreten Schulungen für soziale Projekte. Es scheint einfacher zu sein, einen überschaubaren Betrag für eine Schulungswoche aufzutreiben, die dann auch noch von einem gemeinnützigen Träger eingekauft wird. Da kann die geldgebende Seite dem Träger in aller Ruhe eine abzugsfähige Spende überweisen. Und schon kann der sich eine richtig gute und ausführliche Schulung für seine MitarbeiterInnen oder MaßnahmeteilnehmerInnen leisten...