Samstag, 23. August 2008

Roller-Presse



Keine Angst, nicht schon wieder ein ein Dreiradunglück, bei dem der Roller in eine Presse geraten wäre. Ich hatte nur eine Presseanfrage der Berliner Zeitung, der ich auch mit Freude nachgekommen bin. Vorweg: die Journalistin hat sich einige Zeit genommen, lange mit mir gesprochen und durfte sogar bei einer Beratung kiebitzen. Deshalb nehme ich das Ergebnis auch eher als "gute Presse". Lediglich zwei nun veröffentlichte Textstellen möchte ich im Sinne meines Selbstverständnissen korrigieren. Und dies auch nur, weil sie als Zitate auftauchten und so nicht gesagt wurden oder jemals werden.

Das erste war im Bezug auf Beratung im Jobcenter der Satz "Dafür hat man in so einem überlasteten Jobcenter keine Zeit." Gesagt hatte ich vielmehr "Die werden sich nicht ganz ohne Berechtigung darauf berufen, dass sie keine Zeit haben zu beraten, aber sie sind natürlich zur Beratung verpflichtet."
Und beim zweiten sieht man sehr schön die Macht des Satzbaus: "Es passieren immer noch Fehler, aber schon viel weniger als früher." Hier kann ich nur mantraartig wiederholen: "Es passieren zwar schon weniger Fehler als am Anfang, aber natürlich immer noch viel zu viele!"

Diese zwei "Zitate" bedeuten nicht die Welt, sollten aber doch richtiggestellt werden, denn ganz so ausgeprägt ist mein Verständnis für die Jobcenter ja nun auch nicht. Interessanterweise untersagt die Berliner Zeitung ihren JournalistInnen offenbar, die Texte vorab den Interviewten zum Gegenlesen vorzulegen. So hieß es jedenfalls auf meine Frage, ob ich nicht besser nochmal gegenlesen soll. Damit hätten solche Unklarheiten vorab vermieden werden können... Aber egal, jetzt ist Wochenende:)