Sonntag, 24. Januar 2010

Die fabelhafte Welt der Ursula


Eine Email informierte mich heute gleich im Morgengrauen über einen lustigen Gastkommentar der Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen in der BILD am Sonntag.
Dazu musste ich der BILD leider folgende Antwort schicken:

Sehr geehrte Arbeits- und Sozialministerin,
im Rahmen einer Überprüfung ist uns bekannt geworden, dass Sie öffentlich folgende Thesen geäußert haben:

„Auch nach der Reform wird der Arbeitslose in dasselbe Jobcenter gehen. Wie heute trifft er seinen Arbeitsvermittler und im nächsten Zimmer die Schuldnerberaterin. Die Alleiner­ziehende trifft ihre Fallmanagerin, die ihr die Teilzeitstelle vermittelt und das Geld für den Lebensunterhalt berechnet, im Stockwerk drüber kalkuliert der Kommunalbeamte die Warmmiete und sucht in der Gemeinde den Kitaplatz für das Kind. Diese praktischen Seiten der Jobcenter müssen wir bewahren.“

Nach erneuter Prüfung der Sach- und Rechtslage mussten wir feststellen, dass es so ein Jobcenter gar nicht gibt. Es ist Zweifel angebracht, ob Sie bei derartigem Realitätsverlust Ihre Tätigkeit als Bundesministerin auch weiterhin im Umfang von mindestens 3 Stunden täglich ausüben können.
Wir laden Sie deshalb ein, sich nächste Woche beim sozialmedizinischen/sozialpsychiatrischen Dienst der Arbeitsagentur einzufinden, um Ihre Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können.
Die beigefügten Vordrucke dienen zur Entbindung Ihrer Ärzte von der Schweigepflicht. Das Ausfüllen ist freiwillig, denken Sie aber daran, dass Sie im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflicht gehalten sind, dem Jobcenter alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die zur Klärung der Sachlage notwendig sind.

Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen, weisen wir Sie darauf hin, dass Ihr Ministerinnengehalt in der ersten Stufe drei Monate um 10% gekürzt wird. Im Wiederholungsfall 20% usw. Sollten Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, werde ich die Gehaltsüberweisung bis auf weiteres ganz einstellen.

Frau von der Leyen, SO GEHT JOBCENTER HEUTE!

Dieser Brief wurde aus praktischer Erfahrung verfasst und ist auch ohne Unterschrift gültig...