Dienstag, 20. Dezember 2011

5jahrplan erfüllt!

Zwar nicht wie auf dem Bild angekündigt in 4 Jahren, aber immerhin. Schließlich gab es am Anfang gar keinen Plan...

In erster Linie möchte ich mich nach 5 Jahren Hartzer Roller bedanken.

Ganz oben auf der Liste steht überraschenderweise Dorit Zschiedrich. Die kennt man jetzt nicht so, aber sie war 2006 mein Jobcenter-Agent und hat mich gedrängt/ermutigt, mich selbständig zu machen. Von allein wäre ich auf die Idee nicht wirklich gekommen.

Gleich danach kommen natürlich die Projekte, die mir eine Plattform gegeben haben, ohne die ich raumlos dagestanden hätte. Erste war die Alte Schmiede, zeitgleich kam das SO36 dazu und auch das Kreuzberger Stadtteilzentrum. Kurz danach Ichgola mit dem Café Finovo und damals noch das Pfefferwerk in Mitte. An all diesen Orten konnte ich umsonst die Räume nutzen, das SO war sogar der erste Veranstalter, der mir Geld gab, damit ich auf dem Flohmarkt die Praxis Dr. Hartz eröffne. Seit nun fast drei Jahren bezahlt die Sozialdiakonie die Beratung im Stadtteilzentrum Hedwig in Hohenschönhausen.
Ebenfalls für Geld konnte ich die Hartz-IV-Beratungen im Mehrgenerationenhaus in der Flughafenstraße und beim Mieterrat des Block 100 in der Wrangelstraße regelmäßig und bezahlt durchführen. Diese beiden sind nicht mehr aktuell, aber umso aktueller der Südblock, der mich vor einem Jahr mit ganz weit offenen Armen empfangen hat.

Dazu kamen als PartnerInnen solche Projekte und Träger, die den Hartzer Roller gebucht haben, wenn sie Informationsveranstaltungen oder Schulungen zum Thema Hartz IV brauchten. Das lief immer für Geld und war und ist somit ein echtes Standbein des Projekts Hartzer Roller.
In diesem Rahmen danke ich dem VIA-Regionalverband mit seinen Lotsenprojekten, der Coolen Schule in Hellersdorf mit ihrem Schulverweigererprojekt, dem Frauencomputerzentrum mit den Projekten für Übergangsmanagement nach der Haftentlassung, dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße und nicht zuletzt dem Frauenzentrum Marie in Marzahn, wo ich neben den Info-Veranstaltungen ja im kommenden Jahr auch einen regelmäßigen Beratungstermin haben werde. Allen besten Dank!

Ein spezielles Dankeschön geht an die Deutsche Rentenversicherung, die der Meinung war, dass ich gar nicht mehr arbeiten sollen muss. Das stellt jetzt auch schon seit einem Jahr bei der Arbeit eine ungemeine Erleichterung dar!

Vor allem aber danke ich den mittlerweile Tausenden von Menschen, die sich mit großem Vertrauensvorschuss mit mir zusammensetzten, um ihre Lebenssituation neu oder anders zu beleuchten. Ohne dieses Vertrauen wäre der Roller kein Jahr durch die Stadt getöfft. Ich war jetzt 5 Jahre bemüht, damit kein Schindluder zu betreiben. Und auch wenn ich denke, dass ich es ganz gut hingekriegt habe, ist mein Vorhaben für die nächsten Jahre, hierbei nie nachzulassen.

Sollten Sie mich mal dabei erwischen, sagen Sie es mir. Dann könnte es sein, dass ich den nächsten 5jahrplan vielleicht doch schon in 4 Jahren vollende:)

Sollten zahlreiche Großindustrielle im Rausch weihnachtlicher Gefühle der Meinung sein, dass der Hartzer Roller e.V. genauso förderungswürdig ist wie Bundespräsidenten, Ex-Kanzler und ähnliche Kaliber der Berliner Republik, verweise ich zum Fest auf die Spendendose!