Mittwoch, 6. Februar 2013

Das Schulessen wird besserteurer!

Darauf, dass das Schulessen besser wird, können wir erst einmal nur hoffen. Beschlossen ist aber, dass dafür ein ans Vernünftige zumindest grenzender höherer Betrag ausgegeben werden soll als bisher. Wenn die Caterer aber mehr für das Esssen ausgeben müssen, dann wollen sie auch mehr dafür bekommen. Und das werden sie.

Im Grunde wäre das für die BezieherInnen von Alg II keine besondere Meldung. Denn faktisch ändert sich für sie nichts. Ich erwähne es aber dennoch. Denn viele, die auch bisher schon Anspruch auf einen Teil des Essensgeldes über das Bildungs- und Teilhabepaket hatten, haben diesen Anspruch vielleicht nicht eingelöst, weil es ihnen für den bislang kleinen Betrag von 3 € im Monat die Mühe nicht wert war. Das ändert sich nun.

Wie kommt es zu den 3 €? Über das Bildungs- und Teilhabepaket kann man Zuschüsse zur Schulverpflegung bekommen. Allerdings ist ein Eigenanteil von 1 € pro Tag zu leisten, weil soviel eben in etwa im Regelsatzes des Schulkindes für ein Mittagessen drin ist. Bei durchschnittlich 20 Schultagen im Monat heißt das bisher (und auch weiterhin): 20 € im Monat müssen die Hartz-IV-Eltern selbst bezahlen.

Bislang kostete das Mittagessen in vielen Schulformen monatlich 23 €. Deshalb konnte man über das Jobcenter eben auch nur 3 € pro Monat sparen. Nach den neuen Beschlüssen des Berliner Senats wird dieses billigste Schulessen aber nun pro Monat 37 € kosten. Das sind dann bei weiterhin 20 € Eigenanteil schon 17 € monatlich und nun auf jeden Fall den Antrag wert...

Wer also bisher auf den Zuschuss zur Schulverpflegung verzichtet und lieber selbst die ganzen 23 € an die Schule überwiesen hat, sollte spätestens jetzt daran denken, beim Jobcenter den Antrag aus dem Bildungs- und Teilhabepaket hierfür zu stellen!