Montag, 12. August 2013

Geldtransit

Nun ist es also da, das unsägliche Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken wollen, sondern lieber daheim erziehen. Um den Sinn dieser Kristinaschrödererrungenschaft wollen wir nicht kreisen, da kommen wir nicht weit.

Wichtig ist natürlich zu wissen, was das für Auswirkungen auf LeistungsbezieherInnen des Jobcenters hat. Nehmen wir mal an, man entscheidet sich, die Kinder nicht in die Kita zu bringen, weil man lieber 100 € zusätzlich hätte, dann wird das nicht gelingen. Denn das Betreuungsgeld wird ohne Freibetrag auf den Bedarf des Kindes angerechnet. Was mit der linken Hand entgegengenommen wird, muss die rechte Hand wieder hergeben.

Ausnahme: Wenn das Betreuungsgeld für Bildungssparen oder Riesterrente des Kindes verwendet werden soll, dann gibt man das an, und das Jobcenter überweist dann einen um 15 € monatlich erhöhten Betrag direkt auf die Spareinlage. Dann hat man zwar die Kinder daran gehindert, die Kita zu besuchen, aber auf den Regelsatz wird nichts angerechnet. Bei meiner bekannt extrem kritischen Einschätzung zum Sinn einer Riesterrente muss dann jeder selbst entscheiden, ob dies eine Variante wäre, die dem Kita-Besuch der lieben Kleinen vorzuziehen ist.