Sonntag, 29. September 2013

50% Inflation!

Wir hatten an dieser Stelle schon einige Male das zweifelhafte Vergnügen, uns über die Praxis des Beratungshilfescheins bzw. seiner Vergabe zu wundern. Neben den bisher üblichen Stöcken, die den Ratsuchenden zwischen die Beine geworfen werden, also meist der Verweigerung durch subalterne MitarbeiterInnen der Amtsgerichte, kommt nun eine finanzielle Hürde hinzu.

Seit August bekommt man den Beratungshilfeschein selbst zwar weiterhin umsonst bei den Amtsgerichten, aber die Einlösung bei der AnwältIn des Vertrauens kostet statt 10 € jetzt 15 €.

Das ist eine Steigerung um 50%.

Zum Vergleich: Der Eckregelsatz stieg seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 um weniger als 11%. Und die Mietobergrenze für Einpersonenwohnungen um etwas mehr als 12%.

Ein Kommentar erübrigt sich, schauen Sie einfach selbst in ihre Geldbörse...